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| Vor dem Tag - Wortlos - Was kommen wird - Abschied Auf'm Alex - Luise - Typischer Tag - Ungeteilt Ja, da gibt es was zu sehn - Du, mein Kind, bist klug und mutig Frühstück an der Spree - Sehnsucht Die Danaïde (Rodin) - Die Verwandlung (Brucker) Die Violine (Look) - Werkgruppe 1 (Look) |
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Sehnsucht Wenn sich die
Nacht auf den Straßen verbreitet und die Sterne
sich langsam verlier'n, wenn mein Herz vor
Verlangen sich weitet, dann kann ich dich in der
Dunkelheit spür'n. Ich kann dich streicheln und
halten und küssen. Und du legst sanft deine
Wärme zu mir. Ich will deine Einsamkeit wissen.
Und deine Gedanken. Und alles von dir. Wenn
auch die Stunden uns wieder entfernen, wenn auch
dein Name dich wieder verschweigt, kann ich dich
nicht in der Sehnsucht verlernen, weil deine
Stimme sie klar übersteigt. Und ich berühre
ganz leise dein Lachen. Und ich berühre ganz
still dein Gesicht. Ich kann mit dir schlafen und
wachen - die Sehnsucht nach dir, die verliere ich
nicht. Ich will dich atmen, um dich zu erfahren.
Du bist mir fremd und du bist mir vertraut.
Und ich liege dir sanft in den Haaren und trinke
behutsam den Duft deiner Haut. Wenn auch die
Stunden uns wieder entfernen, wenn auch dein Name
dich wieder verschweigt, kann ich dich nicht in
der Sehnsucht verlernen, weil deine Stimme sie
klar übersteigt. Wir sehen uns an und wir
küssen uns sacht und sind beieinander geborgen.
Wir haben die Zeit zum Verschwinden gebracht
und hüllen uns ein in den Mantel der Nacht
und warten vereint auf den Morgen.Copyright © Frank Reinhard. Alle Rechte vorbehalten. |