lyrikon
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Die Danaïde (Rodin) - Die Verwandlung (Brucker)
Die Violine (Look) - Werkgruppe 1 (Look)
   
 

Die Danaïde

   
 

Ein Fall aus Haar entwächst dem Liegen. Langsam fließen
dichte Ströme in den Stein, der ihre Hand
in seiner harten Einsicht birgt. Die Augen schließen

sich verteilt, die leeren, in den kauernden Bestand.
Und sinnlos streichen Strahlen
eines fernen Lichts den Rücken: bald erkannt,

erinnert, immer noch, - dann wieder jenem fahlen
Schatten ausgesetzt, der ungerührt,
als wolle er die zarte Haut mit Sichtbarsein verschalen,

aufwärts drängt und sich bestimmt um jede Regung führt.
..... Ihr freies Ohr hört weither eine Flöte,
aus deren Klang sie seine Stimme näherspürt:

des Mannes, der sich jetzt noch müht, dass sie ihn töte.


Text: Frank Reinhard -- Skulptur: Auguste Rodin

»Die Danaïde« von Auguste Rodin