lyrikon
Texte    Gedrucktes    Hörproben     Vita    Links    Gästebuch    Kontakt


 

texte

   
  Vor dem Tag - Wortlos - Was kommen wird - Abschied
Auf'm Alex - Luise - Typischer Tag - Ungeteilt
Ja, da gibt es was zu sehn - Du, mein Kind, bist klug und mutig
Frühstück an der Spree - Sehnsucht

Die Danaïde (Rodin) - Die Verwandlung (Brucker)
Die Violine (Look) - Werkgruppe 1 (Look)
   

Die Verwandlung


Hörbuch jetzt bloß nicht bestellen bei amazon.de
Kurz bevor der feste Weg, sich endend, die Säumung kreuzt,
dreht willentlich der Wind. Hinüber zu
den Hügelblüten, aufgetan, und überlegt mit
lustvoller Gebärde das Gleis, deckt es zu. Schwingung
des Anfangs. Zieht den leeren Zugverschlag nicht nach.

Die Wölbung, stadtwärts, ist schon bereitet. Leiser Hauch,
aus Höhlen kommend, geschlossenen Blicks,
und dehnt seinen Durst. Ruft nicht. Erwartet geduldig
die Streben: dem abgeführten Abweg entwachsen, weiter
in unberührendes Weiss hinauf, nur nah. Luft, die sich tränkt.

Und überall Schatten, graue, lösen das lichtlose Ende nicht auf.
Fühlen die Früchte, hüllen verschwiegen die
Abschiede ein. Bewegen den Berg. Aber Schwellen,
wenn sie laufen, werden nicht kleiner in scheinbarem Tausch.
Durch Büsche, dornige, die Strömung, und halten den Abstand.

Text: Frank Reinhard -- Gemälde: Odile Brucker